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Kunstblog München

Kunst- und Kulturflaneur in München. In schöner Unregelmäßigkeit Previews, Reviews, Beobachtungen, Kommentare zu Ausstellungen, Ateliers, Projekten, Theater und Straße.

Die Münchner Künstlerin Jovana Banjac zeigte zusammen mit der Berliner Künstlergruppe LUXUS LOFT einen ihrer Gobelins auf der Rotterdam art fair 2013 (6. bis 10. Februar).
Die ca. 30×40 große Stickerei “Ich habe keine Angst III” aus dem Jahr 2010 zeigt den Start der Challenger-Rakete 1986.

Ich habe keine Angst III

Jovana Banjac: Ich habe keine Angst III, 2010, Gobelin-Stickerei

(c) Jovana Banjac

Das LUXUS LOFT Line Up auf der Rotterdam art fair 2013: Marc Bijl // Jovana Banjac // Laura Bruce // Johannes Buss // Felix and Mumford // Bo Christian Larsson // Catherine Lorent //
Ekaterina Mitichkina // Övgü Özen; Special Guest: Johannes Mundinger

http://luxusloft.org

GarbarekHilliard

Foto: Schlange stehen für Garbarek. Lohnt.

Zwanzig Jahre ist es her, dass ich das Unerhörte zum ersten Mal hörte, das Album “Officium”, mit dem das Crossover zwischen Saxophon und den alter Musik verpflichteten Vokalpolyphonikern erstmals und welterfolgreich exerziert wurde. Bis zum heutigen Abend, an dem Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble als Abschluss der ECM Konzertreihe zur Ausstellung im Haus der Kunst auftreten, sind zwei weitere Alben des ebenso ungewöhnlichen wie wegbereitenden musikalischen Experiments erschienen.

Noch ist die rohe Apsis der Allerheiligen Hofkirche leer bis auf die Silhouetten vierer Notenpulte. Dann betritt Garbarek die Bühne, und nach den ersten Saxofontönen summt und tönt es aus der Rückseite des Raumes, die Stimmen bewegen sich in den Seitenschiffen vor zum Bühnenraum, und mit ihnen die vier harmonischen Herren des Hilliard Ensembles, bis sie sich zu ihren Notenständern gesellt haben und für die nächsten anderthalb Stunden so viel mehr sind als ein Plafond und Rankgerüst für Garbareks Saxofon. Sie scheinen ihn doch sehr viel weniger zu brauchen als er sie. Wie ein Fuchs schleicht Garbarek um sie und hinter ihnen herum, um seine Töne in, zwischen und auf ihren Gesang zu legen, und manchmal verlässt einer der Sänger seinen Platz, um im Hintergrund der Apsisrundung zu verschwinden, während die anderen im Trio singen. Manchmal fast zu brutal grätscht das Sax zwischen die im doppelten Sinn englischen Harmonien, dann wieder nimmt Garbarek ganz zärtlich die Töne des Ensembles auf und wird wirklich zur kongenialen fünften Stimme. Vom mitteralterlichen Hymnus über orthodoxe Kirchenmusik bis zu Garbareks Eigenkompositionen reicht das Spektrum, ein Höhepunkt sicherlich Arvo Pärts “Most Holy Mother of God”. Wie sie gekommen sind, entfernen sich die Stimmen in den Seitenschiffen. Zwei Zugaben, ein freches Aufquäken des Saxofons setzt den Schusspunkt. Eine perfekte, zurückhaltende Inszenierung in einem dafür perfekt geeigneten Rahmen. War eine tolle Idee von Manfred Eicher vor 20 Jahren, die Leute zusammenzubringen.

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2012-11 2012-12

(c) Hans Albrecht Lusznat

Weil es zum Jahresende mit der Besinnlichkeit nicht weit her ist, hier noch kurz vor Weltuntergang und Gänsebraten ein Last-Minute-Doppelpack der November & Dezember-Kalenderblätter des Fotografen Hans Albrecht Lusznat. In diesem Sinne: Einfach abtauchen!

November Kalenderblatt PDF

Dezember Kalenderblatt PDF

 

 

“Lichte Landschaften” ist die Ausstellung betitelt, die das Center for Advanced Studies (CAS) der LMU am 18.10. eröffnet. Drei Monate lang werden in den Räumen der Villa an der Schwabinger Seestraße Arbeiten der Münchner Künstlerinnen Anna Kiiskinen und Theresia Hefele zu sehen sein. Das Landschaftsthema verhandeln Kiiskinens Gemälde von spiegelnden Wasseroberflächen und Hefeles im Grenzgebiet von Fotografie und Malerei angesiedelte Bildtafeln auf jeweils ganz eigene Weise – und ergänzen sich doch schlüssig.

Vernissage am Do 18. Oktober 2012 um 20 Uhr
Einführung: Dagmar Schott

Kunst am CAS (LMU), Center for Advanced Studies:
Theresia Hefele und Anna Kiiskinen – Lichte Landschaften

19. Oktober 2012 bis 15. Februar 2013

CAS, LMU
Center for Advanced Studies
Seestr. 13
80802 München
www.cas.lmu.de

Um Anmeldung wird gebeten via E-Mail (info@cas.lmu.de)

(c) Hans Albrecht Lusznat

Das 10. Kalenderblatt des Münchner Fotografen und Kameramanns Hans Albrecht Lusznat: Sind es die Eingeweide der Erde, die sich neben dem geöffneten Schacht winden, oder geht es darum, dem Untergrund seine Geheinisse abzulauschen?

Das Kalenderblatt als PDf Download: Lusznat Kalenderblatt Oktober

 

Andrea Hillen
Begegnung (c) Andrea Hillen
Anni Rieck
Nest der vergessenen Träume (c) Anni Rieck

Die Münchner Künstlerinnen Andrea Hillen und Anni Rieck stellen zum 2. Mal im Fünfseenland aus: Nach einer Schau ihrer Bilder und Skulptur-Objekte in Seeshaupt geht es nun in Weßling am kleinen Weßlinger See weiter – am heutigen Samstag 22.09. um 16:30 eröffnet in der Galerie Ildikó Risse ihre nächste gemeinsame Ausstellung. Obwohl Hillen und Rieck ganz unterschiedliche Ansätze zeigen – Hillen mit ihren leuchtend-farbigen Ei-Tempera-Gemälden, Rieck mit nahezu monochromen, zarten Papier-Plastiken – werden in der gemeinsamen Inszenierung spannende Analogien erfahrbar.

Eröffungsrede zur Ausstellung als PDF: Andrea Hillen Anni Rieck

Tipp zum mehr sehen am See: Die Galerie Risse hat Sonntags von 15:00 bis 18:00 geöffnet!

Andrea Hillen – Anni Rieck

Galerie Ildikó Risse

Hauptstr. 57

82234 Weßling

Ausstellung vom 22.09. bis 21.10.2012

Do. bis So. 15:00 bis 18:00 Uhr

(c) Hans Albrecht Lusznat

Die Gehwegplatten und Straßenpflastersteine harren der Passanten und Fahrzeuge, doch halt: Im engen Gehege der Absperrungen macht sich jemand daran zu schaffen, unter die Oberfläche der steinernen Strukturen vorzudringen. Störender Eingriff oder heilsame Operation? Das Lusznat-Kalenderblatt für September 2012 hier als PDF Download Kalenderblatt September 2012 PDF

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