Beuys boxt auf der documenta

Rumble in the Art Jungle: Am 8. Oktober 1972 trat Joseph Beuys auf der documenta 5 gegen Abraham David Christian zu einem „boxkampf für direkte demokratie durch volksabstimmung“ an. Der Kampf fand um 15.00 Uhr in einem Ring im Raum von Ben Vautier im Fridericianium statt. Schiedsrichter war der Düsseldorfer Polizist und Bildhauer Anatol Herzfeld. Beuys gewann den Kampf nach drei Runden durch Punktsieg.

Der Münchner Kameramann und Fotograf Hans Albrecht Lusznat dokumentierte den legendären Schlagabtausch in einer Fotoserie – die zum 40. Jahrestag des Boxkampfes in diesem documenta-Jahr in einer kleinen Auflage als Buch herausgegeben wird! Kontakt unter www.lusznat.de

Fotos (c) Hans Albrecht Lusznat

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Horror vacui: „some kind of vacuum“ in der Galerie Royal

„I love no waiting“, das wandernde Kunst- und Literaturprojekt von Silke Markefka & Nikolai Vogel, ist ab Freitag 10.07. zu Gast in der Galerie Royal in der Luisenstrasse.

Vakuum, Leere oder Äther? Grobvakuum, Feinvakuum, Hochvakuum, Ultrahochvakuum, extrem hohes Vakuum, Vakuum White Cube …
„I love no waiting“ macht die Räume der Galerie Royal zu einem Vakuum,
das Kunst ansaugt!
Zur Vernissage und während der Dauer der Ausstellung sind Künstler eingeladen Arbeiten zum Thema Vakuum (bzw. der von der Leere
implizierten Fülle) mitzubringen. Sie werden dann vor Ort gehängt, bis kein
Platz mehr ist!
Galerie Royal
Vernissage: Fr. 10. Juli, 20 Uhr

Ausstellung: Sa. 11. bis Do. 16. Juli, je 18 bis 22 Uhr
Finissage: Do. 16. Juli, 18 Uhr

lauschangriff: die sprechende kamera

Man gewöhnt sich ja scheinbar an alles. Sogar daran, allüberall mit Videoaugen beargwöhnt zu werden. Eine Aktion der Urbanauten am kommenden Samstag setzt auf die Mittel der übersteigernden Parodie, um diese absurde Situation bewußt zu machen. Politik ist, wenn man trotzdem lacht! Auch über die Dauer des Genehmigungsverfahrens (über 7 Wochen, aufgrund eines „Büroversehens“ ) durch das Münchner Polizeipräsidium.

Am kommenden Samstag, den 15.11.2008 von 11.03 – 14.51 Uhr, erhebt sich erstmals in München auf dem Orleansplatz die Stimme von „Big Brother“: skurrile Durchsagen, pädagogische Ermahnungen und scheinbar ernsthafte Aufforderungen.

Die Aktion, die am Samstag ab 11.03 Uhr stattfindet, ist der erste Teil eines zweiteiligen Kunsthappenings auf dem Orleansplatz. Teil 2 gibt es eine Woche später, am Freitag, den 21.11.2008, ebenfalls auf dem Orleansplatz.