Engel der Straße

Zuerst habe ich sie im Mai gesehen, schwebend über der Straßenkreuzung Herzogstrasse/Römerstrasse in Schwabing.
Eine Nackerte, eine Barbiepuppe, mit pinkfarbener Haarmähne, von meinem Fenster im dritten Stock erst auf den zweiten Blick auszumachen. Mittels eines Fadens mit einem Häkchen daran hing sie mehrere Meter hoch über dem Asphalt, an den Verdrahtungen, die sich für die Straßenbeleuchtung von einer Straßenseite zur anderen zwischen den Hauswänden spannen. Und da blieb sie dann einige Wochen lang hängen, sehr zu meiner Freude und all derer, die sie inzwischen kannten. Natürlich haben wir gerätselt, warum sie da hing, wer sie aufgehängt hatte und vor allem wie es bewerkstelligt worden war. Eines Tages war sie weg.

Eine Freundin entdeckte sie schließlich wieder, diesmal über der Kreuzung Friedrichstrasse/Franz-Joseph-Strasse. Jemand hatte sich die Mühe gemacht, den Faden, an dem Barbie hing, vom Draht zu lösen und sie an anderer Stelle wieder in der Höhe aufzuknüpfen, vielleicht mittels einer Teleskopstange, einer langen Angel, einem gezielten Wurf? Als der Sommer zu Ende ging, war die inzwischen etwas schmuddelige Plastikfee verschwunden.

Der rätselhafte Zauber hat aber kein noch Ende: Wer in diesen Tagen die Kreuzung Wilhelmstrasse/Hohenzollernstrasse passiert, sollte mal nach oben sehen. Da schwebt sie wieder …

Wer weiß etwas über diese „Aktion“? Wer steckt dahinter? Gibt es noch mehr schwebende Barbies oder ähnliches in der Stadt? Freue ich sehr über Hinweise. Postet hier!

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