Robuster Kunstbaum mit Tannenzapfen


Dieser Kunstbaum will gar nicht naürlich wirken, sondern spielt mit der abstrakten Darstellung eines Tannenbaums. Als gewisses Etwas dienen die Tannenzapfen, die zusätzlich appliziert wurden. Der Kunstbaum ist ausgesprochen robust und verzeiht auch eine ruppigere Behandlung. Die Höhe dieses Kunstbaums beträgt 60cm – der Ständer ist selbstverständlich enthalten.
(Textauszug aus einem Verkaufsprospekt der Baumarktkette OBI)

Frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr!

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Speläologie in der Großstadt: expedition medora* im ZKMax

In einem sonst nicht zugänglichen Rest- und Zwickelraum unter den Fahrspuren des Altstadtrings, durch eine körperschmale, sich zur tangentialen Betonhöhle hin weitenden Öffnung betretbar, schicken sieben Künstlerinnen den Besucher mit Videos auf Reisen – in die Vergangenheit, ins globale Dorf, in orientalische Gefilde, in unbezeichnet bleibende und wie kollektive Spuren der Erinnerung anrührende Landschaftspassagen.

Andrea Faciu zeigt das Vorbeiziehen einer rumänischen Landschaft an einem fahrenden Auto, eine Stimme aus dem Off spricht dazu in ständiger Wiederholung ein damit nicht in Zusammenhang zu stehen scheinendes Gedicht, das analog zu den aufeinanderfolgenden Eindrücken des ständigen und trotzdem monotonen Wechsels der äußerlichen Erscheinungen eine mehr oder weniger beliebige Wortreihung sein könnte. Die Worte bannen die Bewegung wie ein Gebet, ein Zauberspruch.

Ein Spiel um Erinnerung und Mythos treibt Peggy Meinfelder mit Amateuraufnahmen der Grenzöffnungsfeier in zwei thüringischen und bayerischem Nachbardörfern. Die fotografischen Trouvaillen sind in drei unterschiedlichen Abfolgeversionen zu sehen, damit einher geht ein Vertrauensverlust in die eigene Erinnerung, gleichzeitig eine Rechtfertigung der gestaltenden Subjektivität, die den Betrachter vom Geschehen wie einen befremdeten Ethnologen bei der Beobachtung eines unbekannten Kultes distanziert und auf sich selbst zurückwirft.

Projeziert auf eine langekurvte rohe Schalbetonwand erhalten die Filmarbeiten im Dämmerlicht eine eigentümlich altmeisterliche Farbigkeit, die das parallele Geschehen in den rechteckigen Projektionsflächen von weitem betrachtet zu magischen Fenstern werden lassen.

expedition medora*
Shirin Damerji / Claudia Djabbari / Andrea Faciu / Sandra Filic / Peggy Meinfelder / Miriam Shiran / Christine Tanqueray

ZKMax
Maximilianstr, Passage Altstadtring

31.11. – 10.12.2006
Mi. – Fr.: 16 – 20 h / Sa. – So.: 14 – 19 h

ww.ZKMax.de

Ab 16. 11. "Offen!": 23 Ateliers im Städtischen Atelierhaus Baumstr./Klenzestr.



Susanne Pittroff: Wandobjekt, 2005

Insgesamt 23 Maler, Bildhauer, Objekt-, Foto- und Videokünstler arbeiten im Städtischen Atelierhaus, einer ehemaligen Strickwarenfabrik im Glockenbachviertel. Im Frühling dieses Jahres wurden die vom Kulturreferat unterstützten Ateliers auf 11.300 Quadratmetern durch eine Fachjury für eine vierjährige Laufzeit neu vergeben.
Dieser (teilweise) Mieterwechsel ist Anlass für die erste gemeinsame öffentliche Veranstaltung der Atelierhaus-Künstler: Alle Ateliers sind geöffnet, in einem permanenten Loop werden Projektionen von Arbeiten gezeigt. Darüber hinaus werden in einer gemeinsamen Dokumentation alle Künstler vorgestellt.

Von Donnerstag, dem 16. November bis einschließlich Sonntag, dem 19. November sind die Arbeiten folgender Künstler in ihrem Entstehungsumfeld zu sehen:

  • Wolfgang Aichner
  • Alexander Arundell
  • Annegret Bleisteiner
  • Silke Eberspächer
  • Cornelia Eichacker
  • Simone Faltermaier
  • Rifat Gecaj
  • Isabel Haase
  • Doris Hahlweg
  • Heiko Herrmann
  • Horst Kirstein
  • Jadranka Kosorcic
  • Christine Kummer
  • Eva Kunze
  • Christoph Lammers
  • Susanne Pittroff
  • Constanze Pladek
  • Martin Schneider
  • Eva Schöffel
  • Cecile Schuck
  • Barbara Spaett
  • Thomas Thiede
  • Ute Vauk-Ogawa

Am Sonntag werden um 16.00 Uhr Arbeiten der Künstler aus dem Atelierhaus versteigert. Mit der Hälfte der Erlöse wird das Schulbauprojekt „Learning back to the Roots“ in Zimbabwe unterstützt; Zimbabwe, die Hauptstadt, ist Münchens Partnerstadt. Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit der TU München und dem Verein Ausstellungshaus für Christliche Kunst e.V., München, statt (Info: www.lrl.ar.tum.de).

„Offene Ateliers“

Städt. Atelierhaus Baumstraße 8 / Klenzestraße 85

Donnerstag, 16. bis Sonntag, 19. November 2006

Eröffnung: 16.11.06, 19.00 Uhr

Öffnungszeiten: Do. 19.00-22.00; Fr. 16.00-20.00; Sa. 16.00-20.00; So. 14.00-18.00 Uhr
Kunstauktion:
Vorbesichtigung: Sa., 18.11.06 von 16.00-20.00 Uhr; Versteigerung: So., 19.11.06, 16.00 Uhr

Ansprechpartnerin: Eva Kunze

Baumstr. 8 · 80469 München
T / F
089 – 5023447
M 0177 – 254 10 26

contact@evakunze.de

www.atelierhaus-baumstrasse.de

Vielen Dank an Katharina Kniess vom T!PP – Büro für Pressearbeit


Brian Bergquist bei von maltzahn fine arts

Perhaps the other profile, Mr. Bergquist?
Brian Bergquist, 1990

Die zweite Ausstellung bei von maltzahn fine arts zeigt Ölbilder und Arbeiten auf Papier des englischen Künstlers Brian Bergquist aus seinem Schaffen der vergangenen achtzehn Jahre.

Brian Bergquist, geboren 1936, lebt und arbeitet in Pierrerue in der Haute Provence. Nach einer Karriere als Mathematikprofessor in England zog er sich nach Frankreich zurück, um sich dort seit annähernd zwanzig Jahren konsequent der seit Jugendzeit betriebenen Malerei und auch Schriftstellerei zu widmen. Seine Arbeiten sind technisch exquisit, stilistisch vollkommen unabhängig von Strömungen und Moden der Zeit – Brian Bergquist lebt ein künstlerisches Einzelgängertum, das ein in sich geschlossenes und trotzdem sich den selbst gestellten Aufgaben gemäß spannungsvoll entwickelndes Werk hervorgebracht hat.

“The only presence I am aware of is my own, and if people see in my work the considered, but passionate response of one man to the world about him – sometimes hitting the mark, often wide – then I’ll settle for that.” (Brian Bergquist 2006)

Mit der Ausstellung bei von maltzahn fine arts sind die Arbeiten Brian Bergquists zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Es gilt das facettenreiche malerische Werk eines Künstlers zu entdecken, der mit seiner Arbeitsweise immer konsequent gegen den Strom der Zeit geschwommen zu sein scheint, und dessen bisher weitgehend unbekanntes Oeuvre gerade deswegen auf überzeugende Weise ebenso präsent und zeitlos ist.


an english expressionist: brian bergquist

15. November bis 22. Dezember 2006

Eröffnung am Dienstag, 14. November 2006, 18 bis 21 Uhr

von maltzahn fine arts
Fruchthof – Gotzinger Str. 52b, hh2

81371 München

tel +49 (0)89 45 22 70 72

fax +49 (0)89 45 22 70 73

mail@von-maltzahn-fine-arts.com
www.von-maltzahn-fine-arts.com

Raum 58: Stephanie Trabusch "doucement"

Raum 58 präsentiert zeitgenössische Kunst. Aktuell (bis zum 19. November 2006 und damit auch während der „Westendstudios“, s.u.) sind Arbeiten von Stephanie Trabusch zu sehen. Die Künstlerin zeigt erstmals Zeichnungen aus den Jahren 2004 bis 2006. Bei ihrer zweiten Ausstellung im Raum 58 kommt eine innerliche und nicht auf Repräsentation angelegte Seite von Trabusch zur Geltung. Zu sehen ist eine Auswahl von 12 Zeichnungen aus den letzten Jahren, die das Private, oft geradezu Verschlossene, das diese Werkgattung immer wieder kennzeichnet, besonders stark und eindrucksvoll verkörpern. Oft nur mit spröden Strichen skizziert oder angedeutet, lassen die Darstellungen den Betrachter zum Zeugen künstlerischer Phantasie werden, am ungewöhnlichen Ensteheungsprozess teilhaben. Mit wenigen Strichen läßt die Künstlerin jeweils abgründige Szenarien und Bilder der Unerlöstheit entstehen.


Stephanie Trabusch studierte bei Georg Baselitz und Axel Kasseböhmer Malerei. Sie lebt und arbeitet in München.

S t e p h a n i e T r a b u s c h

„d o u c e m e n t“

Zeichnungen

Raum 58

Kazmairstraße 58
D – 80339 München

Telefon: +49 (0) 172 865 53 18

Freitags 14-18 Uhr
und nach Vereinbarung

offene studios westend münchen 11.-12.11.06

Bei den „Westendstudios“ bietet sich dem geneigten Flaneur die Gelegenheit, im sich durch die Bebauung der Alten Messe rasant verändernden Stadtteil zwischen Theresienwiese und Landsberger Straße hinter Ateliertüren, in Projekträume und Galerien zu schauen und den Grad der Haidhausisierung des Viertels zu analysieren.

Alle Infos unter http://www.westendstudios.de

Jean Pierre Bertrand: Plasmic Paintings, 2006

Im ersten Moment geradezu sakrale Wucht haben die großformatigen, nahezu monochromen Arbeiten Jean Pierre Bertrands bei Traversée. Bei näherer Betrachung der Tafeln, die durch die Abdeckung der noch feuchten Farbe mit Plexiglasscheiben einen aufregend changierende Oberflächenqualität erhalten, kommt ein organischer, sinnlicher Aspekt hinzu: Vor dem Farbauftrag steht eine Behandlung des Papiers mit Honig, was eine eigentümlich lebendige, einem alchemistischen Prozess ähnelnde Interaktion von Malgrund und Farbe hervorruft. Augen- und Verstandesweide.

Jean Pierre Bertrand: Plasmic Paintings, 2006

Traversée Zeitgenössische Kunst

Türkenstr. 11, 80333 München