Nana Dix‘ Löwen fahren der Stadt in die Parade

Nachdem inzwischen unzählige löwenförmige Werbeträger aus Kunstoff, Farbe, Hochglanzlack und recht wenig künstlerischer Freiheit das Stadtbild, ja doch, bunter machen, ist es an der Zeit, dass jemand mal eine weniger stromlinienförmige Variante in die Arena der Münchner Straßen schickt.

Diese Aufgabe hat mutig Nana Dix übernommen: Ihre zwei Löwen kommen mit ihrer aller Anbiederung zuwider laufenden Gestaltung thematisch ziemlich sperrig daher und werden (hoffentlich) für Aufmerksamkeit und Diskurs sorgen.

Ein sitzender, weißer Kunststofflöwe trägt die Wundmale Jesu Christi, eine Dornenkrone – und das Bild eines weinenden Mädchens am Herzen. Runde Medaillons, oder sind es Bullaugen, Screens, Buttons, eingebettet ins schiere Gold der Oberfläche, werden bei einem zweiten, schreitenden Löwen zum Spiegel der Begehrlichkeiten und Obsessionen.

Noch sind die Löwen von Nana Dix nicht aufgestellt (oben Atelierfotos, Copyright Nana Dix 2005), wir freuen uns jedoch schon mal über den Mut von Künstlerin (und Auftraggeber: Cafe Högl) zur Provokation und harren der Dinge, die da kommen. Sobald feststeht, wo und wann man die Leos sehen kann, hier mehr darüber.

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