Kunstblog München
Kunst- und Kulturflaneur in München. In schöner Unregelmäßigkeit Previews, Reviews, Beobachtungen, Kommentare zu Ausstellungen, Ateliers, Projekten, Theater und Straße.Archiv für Plastik
Tea Time bei von Maltzahn
Am Samstag, den 28. November 2009 ab 15 Uhr lädt von maltzahn fine arts zu Tee, Wein, Gebäck und Künstlergesprächen in die aktuelle Galerie-Ausstellung body studies.
Biomorphe Plastik aus Portugal bei Karin Sachs
Abb.: Meine Schwäche ist sehr stark, Rui Chafes 2009 (c) Rui Chafes
In der Ausstellung Abschied zeigt der portugiesische Künstler Rui Chafes neue Eisenskulpturen bei Karin Sachs. Rui Chafes geht es um „die Seele eines Gegenstands“, Kunst ist für ihn „Vermittlung von Energie“.
Eröffnung: Mittwoch, den 18. November 2009 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Öffnungszeiten: Di – Fr 13 – 18 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr
Das ist der SUPERHAMMER! Matze Görig bei Traversée
Back from Berlin mit einem hammerharten Aufschlag in Judith Bönischs Galerie Traversée ist Kosuth-Schüler und Konzeptkünstler Matze Görig: Er stellt 12 SUPERHAMMER (+ Video) aus, die, werbisch geprochen, für jeden Anspruch und jeden Bedarf genau das Richtige bieten. Welcher SUPERHAMMER darf es sein?
Es kommt der Tag da will die Säge sägen: Aktion/Eröffnung morgen, am Donnerstag, 23. Juli 2009, um 19.00 Uhr
Ausstellung/Exhibition: 24.07.– 1. 08.2009
Künstlergespräch mit Anton Bosnjak in der Lothringer13
Anton Bosnjaks Ausstellung „Heile Kunst“ in der Lothringer13 ist noch bis zum 5. April zu sehen. Am 12. März brachte das interkulturelle Magazin Puzzle des BR einen Beitrag über den Künstler, der seine Erfahrungen aus dem Balkankrieg mit „leichten“ Materialien ebenso präzise wie anrührend künstlerisch umsetzt.
Fotos: Ausstellung Anton Bosnjak/Lothringer13 (c) Dagmar Schott
Am Freitag, dem 27.März um 19 Uhr 30 findet in der Lothringer 13 ein Künstlergespräch mit Springerin-Chefredakteur Georg Schöllhammer, dem Künstler Anton Bosnjak und der Künstlerin und Lothringer13-Kuratorin Uli Aigner statt.
Nele Ströbel: Damaskus Projekt
In Nele Ströbels Werkschau in der Galerie der Bayern LB ist erstmals auch ihr Damaskus Projekt zu sehen. Die Installation besteht aus großformatigen Planzeichnungen, kleineren Zeichnungen, Projektionen sowie Tonobjekten, die in verschiedenfarbigen Tonen und teilweise farbig gefasst das Thema Innenraum/Aussenraum formal auf vielfätige Weise deklinieren, und dabei alle auf demselben Flächenschema aufbauen.
Hier mein ausführlicher Text zum Damaskus Projekt, in dem Ströbel sich mit dem urbanen Raumgefüge der Jahrtausende alten Stadt künstlerisch auseinandersetzt: Nele Ströbel Damaskus Projekt
In alle Richtungen: Nele Ströbel in der Galerie der BayernLB
Da schau her, die bayerische Landesbank! War das nicht eine der ersten, die schwer angeschlagen unter den milliardengroßen Rettungschirm der Bundesregierung flüchtete? Wie einst in goldenen Zeiten bietet die Bayern LB in ihrer Galerie den schönen, aber im Vergleich zum Investmentbanker weniger gut situierten Künsten großzügig Unterschlupf, zuletzt mit einer Olaf Gulbransson Austellung, und aktuell mit Arbeiten der Münchner Bildhauerin Nele Ströbel.
In ihrer Werkschau zeigt Ströbel ihre Vielseitigkeit und Neugier – zwischen Kunst im öffentlichen Raum und Siemens Design-Auftrag, hiesiger Lehrtätigkeit und Studienreisen in fremde Kulturen, erdiger Ton-Plastik und luftigem Klangraum, wie demnächst für die jazzlines 2009.
Nele Ströbel. einkreisen/in alle richtungen
13. März bis 3. Mai 2009
(Mo. bis So. 10 bis 18:00 Uhr)
BayernLB Galerie
Brienner Str. 20
Science Fiction Arcimboldo: Silbermann
(c) Hendrik Silbermann/von maltzahn fine arts
Knapp eineinhalb Jahre nach seiner letzten Ausstellung bei von Maltzahn Fine Arts zeigt der aus Dresden stammende Berliner Künstler Hendrik Silbermann in den Galerieräumen im Fruchthof neue Arbeiten: Neben filigranen, spacigen Zeichnungen und großformatigen Gemälden eine Bodenskulptur und maskenartige Gebilde, die in ihrer biomorph-technoiden Formensprache irgendwo zwischen manieristischem Knorpelwerk und Krieg der Sterne angesiedelt sind. So könnten Fossilien in ein paar hundert Millionen Jahren aussehen: Schaurig-schöner Bio-Futurismus unter zartem Wachsschmelz.
eröffnung
dienstag, 03. märz 2009, 18 bis 21 uhr
19:30 uhr einführung prof. dr. david galloway
ausstellungsdauer
04. märz bis 04. april 2009
Anton Bosnjak zeigt Heile Kunst in der Lothringer13
Anton Bosnjaks Ausstellung Heile Kunst in der LOTHRINGER13 Städtische Kunsthalle München reflektiert zentrale Fragen menschlicher Existenz. Indem die Arbeiten Themen wie Urbanität, Utopie, Gewalt, Tier-Mensch Verhältnisse, Zerstörung und Zerfall verhandeln, loten sie die Extreme der conditio humana aus.

Skulpturen werden aus gefundenen Resten der Konsumgesellschaft gemacht. Architekturmodelle, Totems, Mutanten, poetische Videoinstallationen und Malerei. Vereinzelte, große und kleine Statements, deren anfängliche Leichtigkeit und Banalität sich auf den zweiten Blick auflösen in die immensen Welten des Unfassbaren. Kalte und nackte Realität versus utopischer, sehnsuchtsvoller Schönheit.
Abb.: „Whitecube Loosening“ (2008), 43 cm x 20 cm x 17 cm, Styropor
(c) Anton Bosnjak
Flyer zur Ausstellung „Heile Kunst“ als PDF
ERÖFFNUNG: Donnerstag 19.02.2009, 19.30 Uhr
Zur Begrüßung spricht Dr. Ingrid Anker, Stadträtin der Landeshauptstadt München
Einführung: Uli Aigner
IM MÄRZ Künstlergespräch mit Georg Schöllhammer, Uli Aigner und
Anton Bosnjak
DAUER DER AUSSTELLUNG: 20.02. – 05.04.2009
Die warme Nacht im Garten: Favoriten 08 im Kunstbau des Lenbachhauses
Mit Arbeiten von 14 Münchner Künstlern eröffnete gestern im Kunstbau des Lenbachhauses die Neuauflage der Favoriten-Ausstellung, die schon 2005 jungen Münchner Künstlern und Akademieabsolventen ein großes Forum für ihre Arbeiten bot und vielen von ihnen damit den Weg in die Öffentlichkeit und den Markt ebnete.
Die diesjährige Schau ist ebenso für Neuentdeckungen und für Bestätigungen gut, sind doch viele der Ausstellenden aus den Jahresausstellungen der Akademie, aus der Lothringer13, dem ZKMax und anderen städtischen Ausstellungsräumen hier bereits gute Bekannte.
Die Favoriten 08 sind:
Justin Almquist mit seinen ebenso verstörenden wie sensiblen zeichnerischen Notizen,
Klaus Auderer mit einer waffenstarrenden Holzinstallation und Videoarbeiten,
Benjamin Bergmann mit einem Glühbirnen geschmückten Lunapark-Schriftzug und Muhammad Ali Zitat „ME WE“,
Christoph Brech mit hinreissend poetischen Videoarbeiten wie den Überblendungen und Metamorphosen italienischer Portraitbildnisse und kanadischen Eisbrecherfahrten,
Sebastian Dacey mit superpastosen Ölbildern,
Motoko Dobashi mit einer Wandmalerei zwischen Architekturzitat und Cyberspace,
Andrea Faciu mit der Installation eines aufgerüsteten Banners, das sein Freiheitsversprechen in Form der US-Sterne unter sich lässt sowie Videos und Wortarbeiten,
Katharina Gaenssler mit einer raumfüllenden Farbdruckcollage, die die Ausstellungssituation des darüberliegenden Lenbahchauses zeigt,
Elke Härtel mit streng-zarten, riesigen Zeichnungen von unheimlichen Gewächsen und surrealen Polyurethan-Gießharz-Szenerien,
Bo Christian Larsson mit einer Rauminstallation mit Galgen zwischen Holzhüttenästhetik und Schachbrettabstraktion (zur Zeit auch mit „Interesting Productions“ im ZKMax)
Berthold Reiß mit seinen wunderschön strengen, zart-wasserfarbigen Bildtheoremen, architektonischen Holzplastiken und einem gothic Glasfenster-Objekt,
Emanuel Seitz mit monochromen und wolkigen Tafelbildern,
Frank Stürmer mit einer New-York-Diaschau,
sowie Ralf Westhoff mit poträtnahen Videoarbeiten im Videoraum.
Die Arbeiten der Favoriten 08 ist bis zum 21. September 08 zu sehen, Zeit genug also, ruhig auch mehrmals hineinzugehen oder die eine oder andere Kuratorenführung oder Nachtöffnung mitzunehmen …
Plots . Characters . Modelle .
Zeichnungen, Aquarelle und Tonobjekte von Katrin von Maltzahn
von Maltzahn: Character 3, 2007 (Foto: Galerie von maltzahn fine arts)
Am Dienstag, dem 8. April 2008, eröffnet von maltzahn fine arts mit einer Ausstellung der Berliner Künstlerin Katrin von Maltzahn. Katrin von Maltzahn beschäftigt sich in ihren Arbeiten auf ungewöhnliche und ebenso analytische wie poetische Weise immer wieder mit Zeichen, insbesondere Buchstaben.
18 bis 21 Uhr, Begrüßung 19.30 Uhr, die Künstlerin ist anwesend
Ausstellungsdauer 9. April bis 10. Mai 2 008
Aus meinem Text zur Ausstellung:
Die Funktionen der üblichen Schreibprogramme sind den meisten geläufig. Eine davon birgt, erlaubt man sich ein wenig explorative Spielerei bei der Arbeit, immer wieder hübsche Überraschungen. Es ist die Funktion Einfügen/Sonderzeichen, die nicht auf der Tastatur angebotene sprachspezifische Zeichen und Icons verfügbar macht. Wie z. B. das skandinavische å oder das deutsche ß. Auf der Suche nach dem gewünschten Zeichen begegnen dem Nutzer exotische, undeutbare Lettern. Ein Exkurs in den grafischen Niederschlag fremder Sprachen könnte beginnen …








